Am 27. Oktober wurde die vom Dachverband FairWertung im Auftrag der vom BMFTR geförderten DATIpilot-Innovationscommunity Circular Textiles (CirTex) an der Technischen Hochschule Augsburg erstellte Studie „Wohin mit den Alttextilien? Eine Analyse bestehender Erfassungssysteme vor dem Hintergrund der Getrenntsammlungspflicht“ vorgestellt.
Mehr als 100 Teilnehmende verfolgten die virtuelle Präsentation der Ergebnisse.
Die Untersuchung widmet sich der zentralen Frage, welches Erfassungssystem für Alttextilien künftig geeignet ist, um sowohl die abfallwirtschaftlichen als auch die umweltpolitischen Zielsetzungen zu erreichen.
Vor dem Hintergrund der seit Januar geltenden Getrenntsammelpflicht beleuchtet die Studie die Stärken und Schwächen unterschiedlicher Erfassungssysteme. Dabei werden sowohl die verschiedenen Akteure im Sammelsystem – von gemeinnützigen und gewerblichen Sammlern bis hin zu kommunalen Trägern – als auch das Verbraucher*innenverhalten in den Blick genommen. Anhand quantitativer und qualitativer Kriterien analysiert die Studie die bestehenden Erfassungsformen und deren jeweilige Eignung, die Ziele der Getrenntsammelpflicht und perspektivisch eines Systems der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) zu erfüllen.
Die Ergebnisse zeigen deutlich: Ein qualitativ hochwertiges Erfassungssystem, das Wiederverwendung und Recycling gleichermaßen unterstützt, erfordert klare Verantwortlichkeiten, transparente Strukturen und profitiert von einer Einbindung gemeinnütziger Akteure. Insbesondere die gemeinnützige Sammlung leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Sicherung hochwertiger Wiederverwendungskreisläufe.
Mit dieser Analyse liefert die Studie einen Beitrag zur aktuellen politischen und fachlichen Diskussion über die künftige Organisation der Alttextilsammlung in Deutschland. Sie erscheint damit zum genau richtigen Zeitpunkt – in einer Phase, in der bestehende Sammelstrukturen und -formen aufgrund dramatischer Verwerfungen am Alttextilmarkt unter Druck stehen und Konzepte für eine faire und nachhaltige Kreislaufwirtschaft diskutiert werden.
Nachfolgend finden Sie die Studie zum Download!