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Netzwerk FairWertung bereit Textilien zu retten

Nach Schätzungen des Textilverbands befinden sich aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie rund 500 Millionen Kleider und Schuhe unverkauft in den Lagern der Textilhändler. Besonders die Winterware wird absehbar unverkäuflich sein. Daher stellt sich bereits seit einigen Wochen die Frage, was mit den überschüssigen Textilien passieren soll. Letztlich bleiben den Händlern zwei Optionen: Spenden oder Vernichten. Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben wäre die Vernichtung von Waren in vielen Fällen die günstigere und rechtlich einfachere Alternative für die Händler gewesen.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat nun die Bedingungen für eine Spende von Textilien an gemeinnützige Organisationen deutlich verbessert. Das Ministerium reagiert mit einer Billigkeitsregelung auf die coronabedingt großen Mengen unverkaufter Saisonware im Einzelhandel, denen ansonsten die Vernichtung droht. Der Bund verzichtet demnach auf die üblicherweise anfallende Umsatzsteuer für Saisonware, die wegen des Lockdowns nicht verkauft werden konnte und nun an steuerbegünstigte Organisationen gespendet wird. Mit dieser Regelung werden laut BMF „vollumfänglich Unsicherheiten bei der Ermittlung der Umsatzsteuer auf eine Sachspende, die bislang von den Unternehmern immer wieder als Grund für den Verzicht auf eine Spende genannt wurden“, beseitigt.

Der Dachverband begrüßt die Regelung und ist bereit Ware zu übernehmen: „Mit unserem Netzwerk können wir Lösungen für kleine, inhabergeführte Einzelhändler wie auch für größere Brands mit zentralen Lagerbeständen unkompliziert und flexibel vermitteln. Dabei berücksichtigen wir auch die Verwendungswünsche der Spender“, führt Thomas Ahlmann, Geschäftsführer des Dachverband FairWertung, aus.

Interessierte Händler oder Marken, die auf der Suche nach einem oder mehreren Spendenpartnern sind, können sich an die Geschäftsstelle von FairWertung wenden.

Kontakt:
Ansprechpartner: Thomas Ahlmann
Tel.: 0201-621067
Mail:

i 19.03.2021