Aktuelle Meldung

Keine erhöhte Infektionsgefahr durch Gebrauchttextilien

Bei der Erfassung und Sortierung von Gebrauchttextilien besteht keine erhöhte Gefahr, sich mit dem Covid-19-Virus zu infizieren. Das teilte das Bundesministerium für Gesundheit auf telefonische Anfrage gegenüber FairWertung mit. Zwar könne sich der Virus auf Oberflächen bis zur einer Woche halten, dies gelte aber vor allem für metallische Gegenstände. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion durch Kolleg*innen sei insgesamt aber deutlich höher Bei der Erfassung und Sortierung von Alttextilien sei es daher – ebenso wie in anderen gesellschaftlichen Bereichen - von zentraler Bedeutung, die allgemein üblichen Hygienevorschriften umzusetzen, möglichst einen Mindestabstand zu Kolleg*innen einzuhalten und z.B. auf den Handschlag zur Begrüßung zu verzichten.
Bei der Erfassung über Sammelbehälter sieht das Ministerium eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Virus bereits aufgrund der Umstände (z.B. Lagerdauer oder Witterung) unschädlich ist. Dies gelte entsprechend auch für eine später folgende Sortierung der Containerware.
Auch bei der Direktabgabe von Textilien kann durch eine verlängerte Lagerdauer der Waren die (geringe) Wahrscheinlichkeit einer Infektion mit Covid-19 über Gebrauchttextilien noch einmal minimiert werden. Ein Hinweis, dass Spender*innen, die in ihrem Umfeld konkret von Infektionen betroffen sind, die Abgabe von Textilien verschieben sollten, kann das geringe Risiko weiter minimieren.

Mittlerweile sind bundesweit Secondhand- und Gebrauchtwarenkaufhäuser geschlossen. Der Hinweis für die Direktabgabe kann aber auch nach Aufhebung der aktuellen Maßnahmen noch sinnvoll für die Mitarbeitenden in der Spendenannahme sein.

Secondhand-Textilien sind kein Übertragungsweg
Wie die BILD-Zeitung heute berichtet, besteht auch für Kund*innen von Secondhand-Bekleidung kaum ein Risiko sich über die Textilien zu infizieren. Das Robert-Koch-Institut (RKI) schließt laut BILD Meldung aktuell Übertragungswege über gebrauchte Kleidung aus. "Es gäbe derzeit keine Fälle, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen auf anderem Weg (außer der Tröpfcheninfektion; Anmerkung des Verfassers) mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert haben, teilte das Robert-Koch-Institut (RKI) hierzu bereits mit." (Hier die ganze BILD-Meldung nachlesen)

i 18.03.2020