Aktuelle Meldung

Praktisch keine Abnehmer für vorsortierte Ware mehr

Die Situation auf dem Markt für Alttextilien hat sich in den letzten Wochen noch einmal verschärft. Insbesondere Betreiber von Kleiderkammern, Sozial- oder Gebrauchtwarenkaufhäusern sind nun akut betroffen. So gibt es für vorsortierte Ware aus Einzelabholungen praktisch keine Abnehmer mehr. Die Betreiber der Einrichtungen stehen nun vor der Frage, wie sie mit ihren textilien Überschüssen umgehen sollen.

FairWertung empfiehlt daher Kleiderkammern und Ladenbetreibern, im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auf die Problematik aufmerksam zu machen, die Spendenannahme umzustellen und ggf. mit dem örtlichen Abfallentsorger nach Lösungen für die Verwertung oder Entsorgung der Überschüsse zu suchen.

Für FairWertung angeschlossene Organisationen sind Vorlagen für die Öffentlichkeitsarbeit im Mitgliederbereich eingestellt

Rechtshinweis:
Kleiderkammern, Sozial- und Gebrauchtkaufhäuser sind rechtlich eine Form von gemeinnütziger Sammlung nach § 3 (17) Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG). Mit dem Annehmen und Durchsortieren von gespendeten Textilien werden die jeweiligen Organisationen zu Abfallbesitzern. Sie sind damit gemäß § 17 (3) KrWG auch dafür verantwortlich, dass die überschüssigen Textilien und unbrauchbare Reste einer ordnungsgemäßen und schadlosen Verwertung und ggf. Entsorgung zugeführt werden.
Das Einwerfen von vorsortierten Textilien/Resten in Container anderer Sammler ohne deren ausdrückliche Zustimmung stellt keine Form von ordnungsgemäßer Verwertung bzw. Entsorgung dar – vielmehr handelt es sich um eine Form von unzulässiger Entsorgung, da damit „Problemartikel“ in Container anderer Sammler eingeworfen werden.

i 30.10.2019