BERLIN, 19.08.21. FairWertung und circular.fashion initiieren zusammen mit deutschen Modemarken und gemeinnützigen Alttextilsammlern/-sortierern das „ClosedLoopPilot“- Projekt. Ziel des Projekts ist es, ein echtes Kreislaufsystem für die Modebranchepraktisch und in größerem Umfang anzuwenden. Das Projekt wurde im Juni 2021 mit einem gemeinsamen Kick-off Workshop gestartet und läuft bis Ende 2022.
Kreislaufwirtschaft ist Teamsport – entlang der Wertschöpfungskette von der Produktion bis zum Recycling sind unterschiedlichste Akteure involviert. Entsprechend benötigt eine Kreislaufwirtschaft integrative Ansätze. Daher kommen in diesem gemeinsamen Pilotprojekt fünf deutsche Modemarken verschiedener Größenordnung (u.a. Otto, ArmedANGELS u.v.m.), gemeinnützige Alttextilsammler sowie ausgewählte Recycler zusammen. Gemeinsam testen sie einen geschlossenen Kreislauf für Textilien durch Anwendung des circular.fashion Systems.
Was passiert konkret?
Teilnehmende
FairWertung ist Initiator und Projektkoordinator mit circular.fashion. Das Berliner Startup stellt zudem die eigenen Services wie Beratung für kreislauffähige Produkte, die circularity.ID®, digitale Produktseiten für Konsument*innen sowie intelligente Sortierstationen zur Verfügung.
Aus dem Netzwerk FairWertung e.V. nehmen Aktion Hoffnung Augsburg, Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart, Brockensammlung Bethel, Deutsche Kleiderstiftung, Diakonia München und die Sammelzentrale Laupheim teil. Sie bringen langjährige Erfahrung in der Sammlung und Erstbehandlung von Postconsumer-Textilien ein und erarbeiten gemeinsam mit den Modemarken Rückgabekanäle für die Konsument*innen. Weiter installieren sie intelligente Sortierstationen, um die mit ID ausgestatteten Kleidungsstückeoptimal im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zu sortieren.
Die beteiligten Modemarken ARMEDANGELS, Besonnen, OTTO, The Slow Label und Vretena entwickeln im Rahmen des Projekts jeweils einekreislauffähige Kollektion, welche mit einer circularity.ID® ausgestattet wird. Zusätzlich wählen sie ein Verkaufsmodell, sodass die Textilien nach einigen Monaten wieder zurückgeschickt werden, um die Rückgabekanäle zu testen.
Die beteiligten Organisationen erwarten durch die praktische Erfahrung ein vertieftes Verständnis für die Erfolgsfaktoren zur Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft für Textilien. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der wertschöpfungskettenübergreifenden Kollaboration zwischen Modemarken, Sammler/Sortierern und Recyclern.
