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Pressemitteilung: Secondhand – erste Wahl

Essen, den 01.06.2015. Der Markt für Secondhand-Kleidung hat in den letzten Jahren einen Aufschwung verzeichnet. Zum einen, weil Secondhand für immer größere Teile der Bevölkerung interessant geworden ist. Zum anderen, weil es inzwischen in vielen Innenstädten ein ausdifferenziertes Angebot an Läden in 1b-Lagen gibt.

Auch gemeinnützige Organisationen haben einen wesentlich Anteil an dieser Entwicklung. Mit so genannten Charity Shops oder Secondhand-Boutiquen öffnen sie ihr Angebot für neue Käufer-schichten – ohne dabei die eigenen sozialen Ziele aus den Augen zu verlieren.
Darüber berichtet der Dachverband FairWertung in seinem neuen Magazin Brauchbar. Es gibt einen Überblick über den Markt, hat Branchenexperten zu den neuesten Entwicklungen befragt und stellt Shopkonzepte und Erfahrungen gemeinnütziger Ladenbetreiber vor.
Daneben informiert das Magazin über aktuelle Entwicklungen auf dem Gebrauchtkleidermarkt. Auch drei Jahre nach Inkrafttreten des Kreislaufwirtschaftsgesetzes müssen gemeinnützige Gebrauchtkleidersammler weiter kämpfen, um ihren Platz zwischen kommunalen und gewerblichen Sammlungen zu behaupten. Der Preisverfall für Alttextilien in den letzten anderthalb Jahren hat gravierende Auswirkungen auf gemeinnützige, aber auch kommunale Sammelsysteme. Das von vielen Kommunen verwendete Argument, die kommunalen Altkleidersammlungen würden zu mehr Gebührenstabilität oder gar zur Gebührensenkung für die Haushalte führen, könnte sich bei einem fortgesetzten Preisverfall ins Gegenteil verkehren. Auch die Hoffnung, dass die stark gefal-lenen Preise zu einem Rückgang der dubiosen und illegalen Sammlungen führen, hat sich bisher nur teilweise erfüllt. Das Zeichen FairWertung bleibt auch deshalb eine notwendige Orientie-rungshilfe für alle, die ihre aussortierten Textilien vollständig für gemeinnützige Zwecke verwendet wissen wollen.
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i 10.06.2015