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Spendenbereitschaft in der Flüchtlingshilfe ausgenutzt - FairWertung warnt vor Trittbrettfahrern

Die große Spendenbereitschaft bei Textilien für Flüchtlinge wird auch von Trittbrettfahrern gezielt ausgenutzt. Das stellt der Dachverband FairWertung, ein Zusammenschluss gemeinnütziger Gebrauchtkleidersammler, fest. „Wir beobachten mit Sorge, dass teilweise Sammler mit der Spendenbereitschaft für Flüchtlinge Kasse machen wollen“, sagt Andreas Voget, Geschäftsführer des Dachverbandes FairWertung in Essen. Dabei geben die Sammler vor, die gesammelten Textilien an Initiativen oder Organisationen in der Flüchtlingshilfe weiterzugeben. Tatsächlich kommt aber entweder nur ein sehr geringer Teil oder gar keine Bekleidung dort an. “Wer gezielt Flüchtlinge unterstützen möchte, sollte daher Textilien nur direkt bei den jeweiligen Einrichtungen oder Organisationen abgeben und dabei bedarfsgerecht spenden.“ rät Andreas Voget.

„Wenn nicht ersichtlich ist, wer hinter einer Sammlung steht und zeitgleich mächtig auf die Tränendrüse gedrückt wird, raten wir dringend von einer Unterstützung ab “, warnt Voget.

Juristisch ist in solchen Fällen der Tatbestand der unlauteren Werbung erfüllt. „Abgesehen vom rechtlichen Aspekt schaden solch schwarze Schafe den gemeinnützigen Sammlern. Die Spendenbereitschaft der Bevölkerung wird schamlos ausgenutzt, tatsächlich verschwindet die Bekleidung in anderen Kanälen.“ resümiert Voget.

Die Abgabestellen und Container der FairWertung angeschlossenen Organisationen finden Sie in unserer Standortabfrage

i 26.11.2015